Es gibt Tage, an denen der Alltag unerwartete Überraschungen bereithält. Genau das erlebte Alfredo Lo Grossa bei einem Spaziergang in der Nähe seines Hauses. An diesem Tag, als die Sonne über dem Meer unterging, blickte er auf und blieb wie angewurzelt stehen. Am Horizont schien eine leuchtende, fast menschenähnliche Gestalt im goldenen Himmel zu schweben. Fasziniert zückte er seine Kamera und hielt die Szene fest. Wenige Stunden später verbreitete sich das Bild in den sozialen Medien. Im Nu ging es viral. Zwischen Staunen, Neugier und hitzigen Diskussionen hatte jeder seine eigene Interpretation.
Ein Phänomen, das die Herzen der Internetnutzer berührt
Unter Alfredos Beitrag gingen zahlreiche Kommentare ein. Manche empfanden die Silhouette als wohlwollend, fast beruhigend, wie ein Licht, das aus der Ferne über uns wacht. Andere sahen darin eine subtile Erinnerung: innezuhalten und die Schönheit der Welt zu genießen, ein wenig Ruhe im oft so hektischen Alltag zu finden.
Die Rationaleren unter uns sprechen von einer Wolkenformation, einer einfachen Spiegelung der Sonne auf dem Wasser oder einem perfekt inszenierten Zufall. Doch eines ist sicher: Wie auch immer die Erklärung lauten mag, die Magie ist unbestreitbar. Das Bild fasziniert weiterhin, gerade weil es seinen geheimnisvollen Zauber bewahrt.
Warum unser Gehirn himmlische Illusionen liebt
Dieses Foto ist so faszinierend, weil es ein universelles Phänomen hervorruft: Pareidolie. Dieser Begriff beschreibt unsere Neigung, in Dingen, die uns eigentlich fremd sind, vertraute Formen zu erkennen. Ein Gesicht in den Wolken, ein Herz im Kaffeeschaum, eine Silhouette im Mond … unser Gehirn liebt es, Verbindungen herzustellen. (Fotografie-Fachbücher)